GZO Spital Wetzikon und Spitex Bachtel arbeiten enger zusammen

31.10.2018

Das GZO Spital Wetzikon und die Spitex Bachtel arbeiten noch enger zusammen und verbessern damit die Servicequalität für Kundinnen und Kunden im Zürcher Oberland. Eine neue Vereinbarung regelt per 1. November 2018 die Zusammenarbeit für Patientinnen und -Patienten mit künstlichem Darmausgang (Stoma) und die entsprechende gegenseitige Schulung verbindlich. Es entsteht eine integrierte Versorgung, die vor der Operation beginnt und sich fortsetzt, wenn der Patient wieder zu Hause ist.

Die Spitex Bachtel ist Spezialistin für ambulante Pflege und Betreuung zu Hause. Das GZO Spital Wetzikon versorgt als regionales Akutspital Patientinnen und Patienten rund um die Uhr. Die neue Vereinbarung regelt die Abläufe für Menschen mit künstlichem Darmausgang (Stoma) verbindlich und schafft damit die Voraussetzung, dass das Wissen der beiden Institutionen gebündelt werden kann. Stoma-Patientinnen und -Patienten profitieren davon in hohem Mass: Für sie bedeutet die integrierte Versorgung eine neue Servicequalität, die bereits vor dem Spitaleintritt beginnt und auch nach der Operation zu Hause fortgesetzt wird. Dazu gehören individuelle Beratung, Anleitung bei der Handhabung im Alltag und unterwegs etc. Ein Stoma greift massiv ins Leben der Betroffenen ein und bedeutet oft sowohl eine Auseinandersetzung mit der Grunderkrankung als auch den Verlust der Kontinenz.

«Ich begrüsse die engere Zusammenarbeit mit der Spitex Bachtel sehr», sagt PD Dr. Daniel Frey, Chefarzt Chirurgie im GZO Spital Wetzikon. «Sie unterstützt Menschen in einer schwierigen Lebensphase optimal.»

In der Regel sind Stoma-Operationen geplante Eingriffe. Die Vereinbarung sieht vor, dass eine Stoma-Fachperson der Spitex Bachtel den Patienten zu Hause noch vor dem Spitaleintritt besucht. Gemeinsam werden Sitz- und Kleidertraggewohnheiten etc. besprochen. Im Spital wird zusammen mit den Chirurgen vom GZO Spital Wetzikon festgelegt, wo genau der künstliche Darmausgang zu liegen kommt. Denn die präzise, individuelle Position ist später entscheidend für die Lebensqualität. Eine unsorgfältige Wahl kann beispielsweise dazu führen, dass eine Sitzfalte das satte Sitzen der Stomaplatte verhindert.

«Die Spitex Bachtel verfügt über ausgewiesene Stoma- und Kontinenz-Fachpersonen. Von unserer Erfahrung und unserem Wissen profitieren die Patienten und das GZO Spital Wetzikon», sagt Daniel Wenger, Geschäftsführer der Spitex Bachtel.

Die Operierten werden zunächst durch die Stoma-Beraterin der Spitex Bachtel im Umgang mit dem Stoma angeleitet und durch die Pflegenden des GZO Spitals Wetzikon betreut. Erst wenn jemand sich im Spital während mindestens 24 Stunden selber versorgen kann, wird er nach Hause entlassen.

Jetzt greift die Spitex-Nachversorgung: Die gleiche Stoma-Beraterin besucht und unterstützt den ehemaligen Patienten des GZO Spitals Wetzikon zu Hause. Falls gewünscht oder notwendig, stellt die örtliche oder eine private Spitex-Organisation die weitere Nachversorgung sicher.

«Durch die integrierte Versorgung entsteht eine kontinuierliche, medizinische und pflegerische Begleitung und Betreuung», sagt Judith Schürmeyer, COO im GZO Spital Wetzikon. «Es profitieren die Patientinnen und Patienten. Die Versorgung wird auf ein neues Qualitätslevel gehoben.»

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