Praktische Erfahrungen bei der Spitex Bachtel sammeln

09.11.2017

Fthawit Mengstab stammt aus Eritrea und arbeitet bei der Spitex Bachtel im Rahmen eines Praktikums. Die notwendige Basis für ihre Arbeit holte sich die Frau in einem Pflegehelferkurs der privaten Firma Goldstück mit Sitz im Aathal. Noch begleitet eine Spitex-Fachfrau die Berufseinsteigerin. Doch das selbstständige Arbeiten ist ein wichtiges Ziel.

Fthawit Mengstab ging bis zur 11. Klasse in die Schule und lebt seit 2011 als Flüchtende in der Schweiz. Sie und ihr Mann wohnen mit ihren Kindern im Zürcher Oberland. Mittlerweile haben die Eltern den Status als anerkannte Flüchtende erhalten. Sie wollen in der Schweiz bleiben und arbeiten. «Aber das ist schwierig», sagt Fthawit Mengstab auf Deutsch. Vor zwei Jahren absolvierte sie einen Intensivsprachkurs. Ihre erste Arbeit verrichtete sie als Putzfrau und Zeitungsverträgerin. Ihr Mann geht seit zwei Jahren einer Arbeit nach und kann so zum Lebensunterhalt beitragen.

Fthawit Mengstab hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Sie möchte irgendwann eine Lehre im Bereich Pflege machen. «Ohne Ausbildung kann man in der Schweiz nicht arbeiten», sagt sie.

Der Weg dahin ist lang, doch die ersten Schritte hat sie bereits gemacht: Zusammen mit sechs weiteren Flüchtenden aus den Kantonen Schwyz, St. Gallen und Zürich hat sie den Pflegehelferkurs erfolgreich absolviert. Es ist der erste Kurs dieser Art in der Schweiz. Vieles war auch für Fthawit Mengstab neu. «Am Anfang war es deshalb schwierig, aber ich hatte ein Ziel vor Augen und habe hart gearbeitet.»

Die Firma Goldstück und die Spitex Bachtel arbeiten bei diesem Projekt eng zusammen. Die Kursabsolventen sollen nach der Theorie auch mindestens drei Monate lang praktische Erfahrungen machen. Am Anfang werden die Praktikantinnen und Praktikanten von Spitex-Mitarbeitenden begleitet. Fthawit Mengstab arbeitet für das Spitex-Zentrum Hinwil und ist in der ganzen Gemeinde im Einsatz. «Die Arbeit gefällt mir», sagt Fthawit Mengstab.

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